Die zwölf Tierkreiszeichen

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Die zwölf Zeichen sind eine Weise, das Rad – und das Jahr – in zwölf eigene Geschmacksrichtungen des Seins zu gliedern. Jedes Zeichen ist eine besondere Schnittstelle zwischen einem Element (Feuer, Erde, Luft, Wasser – die Art der Energie) und einer Modalität (kardinal, fix, veränderlich – die Art der Bewegung). Zwölf einzigartige Kombinationen; zwölf archetypische Stile. Der Widder eröffnet das Kapitel des kardinalen Feuers: die Initiative, der Funke, die Bereitschaft, der Erste zu sein. Der Stier folgt als fixe Erde: die Sinneswahrnehmung, die Beständigkeit, das, was es wert ist, bewahrt zu werden. Die Zwillinge bringen veränderliche Luft: die Neugier, die Verbindung, die Liebe zu mehr als einer Sache. Das Rad dreht sich durch zwölf solcher Kapitel und endet dort, wo es begann: die Fische lösen sich zurück in den Ursprung auf, veränderliches Wasser am Rand der Auflösung, und dann wieder der Widder. Das Zeichen, in dem ein Planet steht, färbt, wie sich dieser Planet ausdrückt. Mars im Widder ist direkt, unmittelbar, mitunter ungeduldig. Mars im Krebs ist eher beschützend, indirekt, verteidigt, was er liebt. Der Planet bleibt derselbe Akteur; das Zeichen schreibt seinen Text neu. Zeichen sind keine Persönlichkeitstypen. Ein Mensch ist nicht sein Sonnenzeichen. Ein ganzes Horoskop besteht aus vielen Zeichen, die gleichzeitig wirken: die Sonne, der Mond, der Aszendent und jeder andere Planet in seinem eigenen Zeichen. Die reichere Deutung ist jene, die alle zwölf im Blick behält. Jedes Zeichen regiert zudem bestimmte Häuser, bestimmte Themen, bestimmte Körperteile, bestimmte Farben und Jahreszeiten. Je tiefer die Deutung, desto mehr summieren sich diese Resonanzen.
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