Das I Ching: Das Buch der Wandlungen
Anfänger
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Das I Ching (易經, *Yìjīng* — „Buch der Wandlungen“) ist eines der ältesten Bücher der Welt, das heute noch lebendig genutzt wird. Sein Kern ist ungefähr dreitausend Jahre alt, die Kommentare fast ebenso ehrwürdig, und während des größten Teils der chinesischen Geschichte stand es an der Spitze des klassischen Kanons — gelesen zugleich als Handbuch der Weissagung, Abhandlung über die kosmische Ordnung und Schule für ethischen Charakter. Es zu öffnen heißt, in ein Gespräch einzutreten, das seit Jahrtausenden ununterbrochen geführt wird.
Ein Buch, das aus Wandel selbst gebaut ist
Im Herzen des I Ching steht eine einfache Struktur mit tiefen Folgen. Jede Situation wird als Stapel aus sechs Linien dargestellt, jede entweder *yin* (gebrochen, ⚋) oder *yang* (durchgezogen, ⚊). Sechs Linien, jede in einem von zwei Zuständen, ergeben genau vierundsechzig Figuren — die Hexagramme. Jedes Hexagramm besteht aus einem Paar von drei Linien, den Trigrammen, den acht *bagua*, deren Bilder (Himmel, Erde, Wasser, Feuer, Donner, Wind, Berg, See) das Alphabet bilden, aus dem die Vierundsechzig zusammengesetzt werden.
Was das Buch zum *Buch der Wandlungen* macht, ist, dass die Linien nicht festgelegt sind. Bei einer Legung werden einige Linien im „jungen“ (stabilen) Zustand geworfen und einige im „alten“ oder „wandelnden“ Zustand. Eine wandelnde Linie verwandelt sich in ihr Gegenteil — yin wird zu yang, yang wird zu yin — und das erste Hexagramm wird zu einem zweiten, dem resultierenden Hexagramm. Die Legung ist kein statisches Bild, sondern eine Darstellung einer Situation *in Bewegung*, von ihrem aktuellen Stand hin zu dem, wohin sie sich entwickelt. Wandel ist kein Fehler im System; Wandel ist das System.
Jedes Hexagramm trägt Schichten von Text
Für jede der vierundsechzig Figuren liefert der klassische Text ein Urteil (*Tuàn*), das die leitende Situation benennt, ein Bild (*Dà Xiàng*), das eine Charakterlektion aus der Anordnung der beiden Trigramme zieht, und sechs Linientexte (*Yáo*), die die Situation aus jeder der sechs Positionen, von unten nach oben, betrachten. Die Hexagramme 1 (Qián) und 2 (Kūn) enthalten zusätzlich einen „Alle-Linien“-Text für den seltenen Fall, dass jede Linie wandelnd ist. Jahrhunderte von Kommentaren umgeben diesen Kern. Aurathea präsentiert die Bedeutung der Tradition in eigenen Worten, gestützt auf gemeinfreie Quellen.
Jung, Synchronizität und warum das zu Aurathea gehört
Das I Ching kam im Westen vor allem durch Carl Jung an, der das Vorwort zur bekanntesten Ausgabe des 20. Jahrhunderts schrieb und seine Idee der Synchronizität — *bedeutsame Koinzidenz, die nicht verursacht, aber verbunden ist* — auch im Dialog mit dem I Ching entwickelte. Jungs Haltung ist genau die von Aurathea: Der Wert einer Legung liegt nicht in einer Vorhersage von Ereignissen, sondern in der Bedeutung, die die reflektierende Person daraus zieht, wenn ein stimmiges Bild auf ihren Moment trifft. Jung ist bereits die Schlüsselfigur von Aurathea; ein ehrlich gerahmtes, chart-bewusstes I Ching ist keine Ergänzung, sondern die konsequenteste Erweiterung dessen, was wir sind.
Was Aurathea behauptet — und was nicht
Wir halten die Tradition für echt und kraftvoll und sagen das ohne Einschränkung. Wir lehren die Hexagramme in voller Tiefe. Und wir ziehen eine klare Grenze: Wir sagen dir nicht, was in deinem Leben passieren wird. Ein Hexagramm ist ein Bild, mit dem du dich auseinandersetzen kannst, kein Befehl oder eine Prognose. Noch etwas Ehrlichkeit ist hier wichtig: Aurathea erzeugt deine Legung nie — das tust du. Du wirfst deine eigenen Münzen oder Schafgarbe, oder machst deine eigene Geste; wir lesen das Hexagramm, das aus deiner eigenen Handlung entstanden ist. So bleibt die Synchronizität bei dir und die Aussage buchstäblich wahr.
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