Foundations of Astrology: Porphyry

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Das Porphyrius-Häusersystem ist eine der frühesten quadrantischen Methoden der westlichen Astrologie und wurde nach dem neuplatonischen Philosophen Porphyrios von Tyros benannt, der im 3. Jahrhundert n. Chr. lebte. Es unterteilt jedes der vier Quadranten—die Abschnitte des Horoskops zwischen Aszendent, Medium Coeli, Deszendent und Imum Coeli—in drei gleich große Teile, wodurch zwölf ungleich große Häuser entstehen. Anders als Systeme, die auf zeitbasierten Berechnungen beruhen, verwendet Porphyrius eine einfache räumliche Aufteilung entlang der Ekliptik, was die Berechnung relativ unkompliziert sowie die visuelle Darstellung besonders einleuchtend macht. Historisch ist das Porphyrius-System bedeutsam, weil es einen Übergangspunkt in der astrologischen Technik markiert: Es schlägt eine Brücke zwischen den älteren Ganzzeichen- und Gleiche-Häuser-Systemen und den mathematisch komplexeren quadrantischen Ansätzen wie Placidus oder Koch. Aufgrund seiner ausgewogenen Schlichtheit eignet es sich besonders für Astrolog:innen, die eine unkomplizierte Methode bevorzugen, welche dennoch die Winkel-Dynamik des Horoskops berücksichtigt. Obwohl heute weniger verbreitet, wurde Porphyrius von einigen psychologischen und esoterischen Astrolog:innen wegen seiner Klarheit und Beständigkeit geschätzt. Philosophisch betrachtet schwingt im Porphyrius-System die platonische Idee von Harmonie in der Teilung mit. Es spiegelt die Vorstellung wider, dass das Leben sich in strukturierten Etappen entfaltet—symbolisiert durch die Häuserteilungen—, die an zentrale Wendepunkte des Bewusstseins gebunden sind, wie Identität (Aszendent) und Berufung (Medium Coeli). In diesem Sinne bietet Porphyrius ein Häusersystem, das sowohl Symmetrie als auch Bedeutung würdigt und zu einer ausgewogenen Sicht auf den Entwicklungsweg der Seele einlädt.
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