Elemente und Modalitäten

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Jedes Zeichen des Tierkreises ist eine besondere Verbindung zweier einfacherer Ideen: eines Elements und einer Modalität. Die zwölf Zeichen zu verstehen wird sehr viel leichter, wenn man sie als vier mal drei sieht – vier Elemente, gekreuzt mit drei Modalitäten –, was zwölf einzigartige Geschmacksrichtungen ergibt. Die vier Elemente beschreiben die Art der Energie, die ein Zeichen trägt: Feuer (Widder, Löwe, Schütze) – nach außen gerichtet, beherzt, schöpferisch. Erde (Stier, Jungfrau, Steinbock) – geerdet, sinnlich, am Praktischen ausgerichtet. Luft (Zwillinge, Waage, Wassermann) – beziehungsorientiert, begrifflich, auf Verbindung ausgerichtet. Wasser (Krebs, Skorpion, Fische) – fühlend, intuitiv, auf das ausgerichtet, was darunter liegt. Die drei Modalitäten beschreiben die Art der Bewegung: Kardinal (Widder, Krebs, Waage, Steinbock) – einleitend, beginnend, der Funke einer Jahreszeit. Fix (Stier, Löwe, Skorpion, Wassermann) – tragend, vertiefend, die Mitte einer Jahreszeit. Veränderlich (Zwillinge, Jungfrau, Schütze, Fische) – anpassend, beendend, das Auflösen einer Jahreszeit. Kreuzt man ein beliebiges Element mit einer beliebigen Modalität, erhält man genau ein Zeichen. Feuer × kardinal = Widder (einleitender Funke). Wasser × fix = Skorpion (tragende Tiefe). Luft × veränderlich = Zwillinge (anpassende Verbindung). Zwölf Kombinationen; zwölf Zeichen. Die meisten Horoskope betonen einige Elemente und Modalitäten stärker als andere. Ein Horoskop, das von Feuer und Kardinalität geprägt ist, fühlt sich anders an als eines, das von Wasser und Fixheit geprägt ist – der Unterschied zwischen jemandem, der immer beginnt, und jemandem, der immer in die Tiefe geht. Keines ist besser; beide sind wirklich. Die eigene Betonung zu kennen ist der erste Schritt, um zu wissen, womit man arbeitet.
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